Von meiner Seite aus werde ich mein Bestes geben, um dich gut vorzubereiten und zu begleiten. Was du dafür tun kannst, um dich auf deine Hypnose-Sitzung vorzubereiten? Du musst keine Notizen mitbringen oder besonders entspannt sein, um in Trance gehen zu können. Aber diese drei inneren Einstellungen wären tatsächlich optimal. 

Viele Menschen, die zum ersten Mal in meine Praxis kommen, sind zu Beginn etwas aufgeregt, weil sie nicht wissen, was genau auf sie zukommt. Vor allem bei Angstpatient*innen ist es absolut verständlich, dass sie auch körperlich angespannt sind und die Angst präsent und deutlich spürbar ist. Es ist sogar hilfreich, wenn sich die Angst direkt zeigt. Der Zugang zur Gefühlsebene ist vorhanden und so können wir sehr gut damit arbeiten. Wir begeben uns mitten hinein in das Gefühl und bleiben dort auch, bis es sich erschöpft hat.  

Entspannung ist also keine Voraussetzung, damit eine Hypnosebehandlung gelingt. Oftmals stellt sie sich aber im Verlauf einer Sitzung ein, nachdem bedeutsame Prozesse in Gang gekommen sind und es zu Abreaktionen kam.

Welche Einstellungen wären nun aber hilfreich? Es sind vor allem die folgenden drei:

  1. Vertrauen

Du darfst darauf vertrauen, dass auf einer tiefen und umfassenden Ebene alles in dir nach Heilung strebt. Du trägst den Schlüssel dazu in dir. Dein gesamtes System wartet nur auf die Gelegenheit, verschüttete Emotionen, Konflikte und Erinnerungen Stück für Stück an die Oberfläche zu befördern und zu integrieren. Dementsprechend kannst du in der Sitzung auch nichts falsch machen.

  1.  Neugier

Während der Sitzung begibst du dich auf eine spannende Reise nach Innen. Angst musst du nicht vor dem haben, was auftauchen könnte. Eine gewisse Neugier wäre hingegen gut. Häufig geht es zwar in den Sitzungen vorrangig um die Verarbeitung eher belastender Themen, aber im Verlauf treten auch sehr angenehme und ruhige Phasen auf. 

  1. Offenheit:

Sei möglichst offen für alles, was du in der Hypnose erlebst. Für alles, was an Emotionen aufsteigt, was du körperlich wahrnehmen oder vor deinem inneren Auge sehen kannst. Sei es nun konkret oder völlig abstrakt- es ist nicht wichtig, die Dinge zu bewerten oder zu interpretieren. Alles, was sich zeigt, ist okay.

Du siehst also: Statt rationaler Vorbereitung im Vorfeld, darfst du dich voll auf den Prozess während der Sitzung einlassen. Mit Vertrauen in dein System sowie Neugier und Offenheit für das, was dann geschieht. Mehr braucht es nicht, damit sich die tiefgreifende Wirkung der Hypnose voll entfalten kann.

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